Körperliche Gewalt
Zum Beispiel Schlagen, Treten, Würgen, Festhalten oder andere körperliche Übergriffe.
Schutz, Beratung und Unterstützung für Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind – und für Menschen, die sich um eine betroffene Person sorgen.
Häusliche Gewalt kann innerhalb einer Partnerschaft, in der Familie oder im gemeinsamen Haushalt stattfinden.
Sie kann körperlich, psychisch, sexualisiert oder finanziell sein. Auch Bedrohung, Kontrolle, Einschüchterung und soziale Isolation können Formen von Gewalt sein.
Wenn du betroffen bist, musst du die Situation nicht alleine bewältigen. In Münster gibt es spezialisierte Beratungsstellen und Möglichkeiten, Schutz und Unterstützung zu erhalten.
Wenn du unmittelbar gefährdet bist, Gewalt stattfindet oder du dich und deine Kinder nicht sicher fühlst: Warte nicht ab.
Wenn Kinder betroffen sind: Auch wenn die Gewalt nicht unmittelbar gegen ein Kind gerichtet ist, kann das Miterleben häuslicher Gewalt eine erhebliche Belastung sein. Beratungsstellen können bei der Suche nach geeigneter Unterstützung helfen.
Zum Beispiel Schlagen, Treten, Würgen, Festhalten oder andere körperliche Übergriffe.
Beleidigungen, Demütigungen, Einschüchterungen, Drohungen oder ständige Abwertung.
Kontrolle über Kontakte, Aufenthaltsorte, Geld, Handy, soziale Medien oder Kommunikation.
Sexuelle Handlungen gegen den eigenen Willen, unter Druck, Zwang oder Gewalt.
Kontrolle über Einkommen, Konto oder Ausgaben sowie das Herbeiführen finanzieller Abhängigkeit.
Verhindern oder erschweren von Kontakten zu Familie, Freunden, Nachbarn oder anderen Vertrauenspersonen.
Die Fachberatungsstelle unterstützt Betroffene unter anderem bei Fragen zum persönlichen Schutz, zum Gewaltschutzgesetz, zu Behörden, Gerichten und Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.
Auch Nachbarinnen und Nachbarn, Lehrkräfte, Freundinnen und Freunde sowie andere Personen, die Gewalt wahrnehmen, können sich beraten lassen.
Frauenhaus und Beratung e.V. unterstützt Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind.
Zum Angebot gehören die Frauenhausberatungsstelle in Münster sowie Schutzangebote in Münster und Telgte.
Beratungsstelle für Frauen in unterschiedlichen Krisen- und Gewaltsituationen.
Beratungs- und Unterstützungsangebot für Frauen in belastenden und gewaltgeprägten Lebenssituationen.
Der Sozialdienst katholischer Frauen bietet misshandelten oder von Misshandlung bedrohten Frauen und ihren Kindern Schutz, pädagogische Betreuung und Unterstützung im Alltag.
Eine Aufnahme ist rund um die Uhr möglich und erfolgt auf Wunsch der betroffenen Frau.
24 Stunden erreichbar
Neben der Beratungsstelle in Münster gehören auch Frauenhäuser in Münster und Telgte zum Angebot.
Wenn die eigene Wohnung nicht mehr sicher ist, kann eine Schutzunterkunft eine wichtige Möglichkeit sein.
Das Gewaltschutzgesetz ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen Schutzmaßnahmen gegen die gewalttätige Person.
Dazu können beispielsweise ein Kontakt- oder Näherungsverbot oder Regelungen zur Nutzung der gemeinsamen Wohnung gehören.
Beratungsstellen können außerdem beim Kontakt mit Behörden, Gerichten und Rechtsanwältinnen oder Rechtsanwälten unterstützen.
Kinder können durch häusliche Gewalt stark belastet werden – auch dann, wenn sich die Gewalt nicht unmittelbar gegen sie richtet.
Beratungsstellen können gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen überlegen, welche Unterstützung für Kinder sinnvoll ist.
Für Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit können bei einer Trennung wegen häuslicher Gewalt besondere Fragen zum Aufenthaltsrecht entstehen.
Eine Trennung von einem gewalttätigen Partner oder einer gewalttätigen Partnerin bedeutet nicht, dass diese Fragen alleine geklärt werden müssen.
Lass dich zu deiner persönlichen Situation beraten, bevor du wichtige Entscheidungen zum Aufenthalt, zur Wohnung oder zur Trennung triffst.
Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet Beratung in vielen Sprachen.
Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.
Für gehörlose Frauen gibt es barrierearme Informationen und Beratungsangebote.
Der Münster-Kompass führt hierzu eine eigene Informationsseite.
Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn oder Fachkräfte können sich beraten lassen, wenn sie häusliche Gewalt wahrnehmen oder sich Sorgen um eine betroffene Person machen.
Du musst die Situation nicht alleine einschätzen. Eine Fachberatungsstelle kann dabei helfen, das weitere Vorgehen zu besprechen.
Wenn eine gewalttätige Person Zugriff auf dein Telefon, deinen Computer oder deine Nachrichten hat, kann es sinnvoll sein, Hilfe über ein sicheres Gerät zu suchen.
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet auf seiner Website Hinweise zur möglichst sicheren und anonymen Nutzung des Angebots.
Beratung, Schutz und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt.
Informationen und Angebote zur Vorbeugung und zum Schutz vor Gewalt.
Unterstützung für Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind.
Zur Übersicht aller Hilfen und Beratungsangebote.
Wichtig: Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle rechtliche, medizinische oder psychosoziale Beratung. Wenn du akut gefährdet bist, rufe 110 oder bei einem medizinischen Notfall 112 an.