Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung Münster

Gemeinsam für Gewaltprävention, konstruktive Konfliktlösung und ein gewaltfreies Zusammenleben in Münster.

Gemeinsam mehr erreichen:
Im Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung arbeiten Vereine, Institutionen, Ämter und Initiativen aus Münster zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, Konflikte konstruktiv zu lösen, Gewalt vorzubeugen und Menschen bei der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten zu unterstützen.

Was ist das Netzwerk?

Das Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung Münster besteht seit 1999. Die Idee entstand aus dem Wunsch verschiedener Fachstellen, ihre Erfahrungen zusammenzuführen und gemeinsam gewaltpräventive Projekte zu entwickeln.

Heute arbeiten 21 Partnerinnen und Partner aus Vereinen, Institutionen, Ämtern und Initiativen im Netzwerk zusammen.

Durch diese Zusammenarbeit können Angebote aufeinander abgestimmt, gemeinsame Projekte entwickelt und Fachkräfte, Eltern, Kinder und Jugendliche besser erreicht werden.

1999 Gründung des Netzwerks
21 Partnerorganisationen im Netzwerk
25+ Jahre gemeinsame Arbeit für Gewaltprävention

Gewalt verhindern

Gewaltprävention beginnt lange vor einer akuten Gewaltsituation. Das Netzwerk entwickelt Angebote, die Menschen stärken, Konflikte frühzeitig erkennen und alternative Handlungsmöglichkeiten vermitteln.

Konflikte konstruktiv lösen

Konflikte gehören zum menschlichen Zusammenleben. Entscheidend ist, wie mit ihnen umgegangen wird. Das Netzwerk setzt deshalb auf Kommunikation, Mediation, Deeskalation und konstruktive Konfliktbearbeitung.

Fachwissen verbinden

Die unterschiedlichen Erfahrungen der beteiligten Einrichtungen werden miteinander verbunden. So entstehen gemeinsame Projekte, Fortbildungen, Beratungsangebote und neue Konzepte.

Arbeitsfelder des Netzwerks

Das Netzwerk arbeitet zu zahlreichen Themen der Gewaltprävention und Konfliktregelung.

  • Mobbing und Cybermobbing
  • Sozialkompetenz
  • Konfliktregelung und Mediation
  • Unterrichtskonzepte
  • Sexualisierte Gewalt
  • Familienkonflikte
  • Selbstbehauptung
  • Fortbildungen für Fachkräfte
  • Deeskalation
  • Rechte- und Schutzkonzepte

Mediation und Konfliktregelung

Wenn sich Konflikte über längere Zeit verhärten, kann eine neutrale dritte Person helfen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mediation ist allparteilich. Die vermittelnde Person steht nicht auf einer Seite und gibt die Lösung nicht vor. Stattdessen wird ein Rahmen geschaffen, in dem Interessen, Gefühle und unterschiedliche Sichtweisen angesprochen werden können.

Die Angebote reichen beispielsweise von Streitschlichtung in Schulen über Kurzzeitinterventionen bis hin zu Ausgleichsgesprächen und der gemeinsamen Erarbeitung von Vereinbarungen.

Konflikt-Deeskalation

Konflikte können eskalieren, wenn Stress, Provokationen, Ängste oder festgefahrene Verhaltensmuster zusammentreffen. Deeskalation setzt deshalb darauf, Konflikte frühzeitig zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.

Das Netzwerk bietet unter anderem Deeskalationstrainings, Weiterbildungen und Angebote zum Umgang mit Konflikt-, Bedrohungs-, Krisen- und Gewaltsituationen an.

Rechte- und Schutzkonzepte

Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche leben, lernen oder betreut werden, benötigen wirksame Schutzkonzepte.

Sie sollen Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt verhindern, Risiken erkennen und klare Verfahren für den Schutz von Kindern und Jugendlichen schaffen.

Aktion NOTEINGANG

Die Aktion NOTEINGANG schafft sichtbare Anlaufstellen für Menschen, die sich bedroht fühlen oder in eine Konflikt- oder Gewaltsituation geraten.

Einrichtungen, die sich beteiligen, signalisieren mit dem NOTEINGANG-Aufkleber, dass Menschen dort Schutz und Unterstützung finden können.

Die Akteurinnen und Akteure

Im Netzwerk arbeiten Fachstellen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Dazu gehören unter anderem:

  • Amt für Gleichstellung der Stadt Münster
  • Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung (asb)
  • Beratungs- und BildungsCentrum der Diakonie Münster
  • Caritasverband für die Stadt Münster e. V.
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • Dojoteam – Training gegen Gewalt und mehr
  • Fachberatungsstelle KiM / Kinderschutzbund Münster
  • Fachstelle für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktregelung
  • FANport Münster
  • Haus Kloppenburg
  • Jugendinformations- und -bildungszentrum (Jib)
  • Kommunales Integrationszentrum Münster
  • Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Münster
  • Polizeipräsidium Münster – Prävention / Opferschutz
  • pro familia Münster
  • PsG.nrw
  • Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster
  • Villigster Deeskalationstrainer*innen
  • Wegweiser Münster
  • Zartbitter Münster e. V.
19. November 2026

Fachtag „Konflikte, Krisen und Gewalt in herausfordernden Zeiten“

Das Netzwerk Gewaltprävention organisiert am Donnerstag, 19.11.2026 einen Fachtag für Fachkräfte und Multiplikator*innen aus Behörden, Jugendhilfe, Schule, Polizei und weiteren Arbeitsfeldern.

Geplant sind ein Vortrag sowie 12 Workshops zu unterschiedlichen Themen rund um Konflikte, Krisen, Gewaltprävention, Schutzkonzepte und professionelle Zusammenarbeit.

Ort:
Bildungszentrum „Carl Severing“ Münster
Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen
Weseler Str. 264, 48151 Münster

Zeit: 9:00–15:30 Uhr
Stehcafé ab 8:30 Uhr
Teilnahmebeitrag: 49 € inklusive Mittagessen und Getränke
Anmeldeschluss: 16.10.2026

Ansprechpartner für das Netzwerk

Olaf Schawe
Sprecher des Netzwerks Gewaltprävention und Konfliktregelung Münster

c/o Olaf Schawe
Waltrup 27
48341 Altenberge

02505 948445

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Bei akuter Gefahr

Das Netzwerk ist ein Angebot der Gewaltprävention und Konfliktregelung. Bei einer unmittelbar drohenden oder stattfindenden Gewalttat sollte nicht auf eine Beratung gewartet werden.

Polizei: 110
Bei einem medizinischen Notfall: Rettungsdienst 112

Weitere Informationen im Münster-Kompass

Weitere Hilfen und Informationen findest du im Bereich „Schutz vor Gewalt“ des Münster-Kompass.

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