Programm „Rucksack Schule“

Sprachbildung, Elternmitwirkung und Bildungspartnerschaft für mehrsprachig aufwachsende Kinder im Grundschulalter.

Was ist „Rucksack Schule“?

Ein Programm zur sprachlichen Bildung und zur Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus.

Sprache, Schule und Familie miteinander verbinden

„Rucksack Schule“ ist ein Landesprogramm für Grundschulen, mehrsprachige Familien und Kinder der ersten bis vierten Klasse.

Im Mittelpunkt steht die durchgängige sprachliche Bildung. Unterrichtsinhalte werden sprachsensibel aufgegriffen und mit der Arbeit der Eltern sowie den vorhandenen Familien- und Herkunftssprachen verbunden.

Gleichzeitig stärkt das Programm die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Eltern werden als wichtige Bildungspartnerinnen und Bildungspartner ihrer Kinder einbezogen.

Mehrsprachigkeit wird als Stärke verstanden:
Das Programm setzt nicht darauf, die Familiensprache durch Deutsch zu ersetzen. Die vorhandenen sprachlichen Kompetenzen der Kinder und Familien werden vielmehr bewusst in den Bildungsprozess einbezogen.

Für wen ist „Rucksack Schule“ gedacht?

Kinder, Eltern und Grundschulen arbeiten gemeinsam.

Grundschulkinder

Das Programm richtet sich an Kinder der ersten bis vierten Klasse.

Im Mittelpunkt stehen die sprachliche Bildung, das schulische Lernen und die Entwicklung bildungssprachlicher Fähigkeiten.

Eltern und Familien

Eltern werden als Expertinnen und Experten für die Erziehung ihrer Kinder und für die Weitergabe ihrer Familien- beziehungsweise Herkunftssprache angesprochen.

Sie erhalten konkrete Anregungen für gemeinsame Aktivitäten mit ihren Kindern zu Hause.

Grundschulen

Rucksack Schule ist gleichzeitig ein Angebot für die diversitätsbewusste Unterrichts- und Schulentwicklung.

Die teilnehmende Schule arbeitet mit dem zuständigen Kommunalen Integrationszentrum zusammen.

Mehrsprachige Familien

Besonders angesprochen werden Familien, in denen mehrere Sprachen gesprochen werden.

Die Mehrsprachigkeit der Kinder und Eltern wird dabei als vorhandene Ressource aufgegriffen.

Wie funktioniert „Rucksack Schule“?

Unterricht, Elterngruppe und Aktivitäten zu Hause werden miteinander verbunden.

1

Unterricht

Themen aus dem Klassenunterricht werden sprachsensibel aufgegriffen.

2

Elterngruppe

Eltern treffen sich in der Regel wöchentlich mit einer qualifizierten Elternbegleitung.

3

Familie

Materialien geben Anregungen für tägliche Aktivitäten mit den Kindern zu Hause.

4

Zusammenarbeit

Schule und Elternhaus werden zu Bildungspartnern.

Entscheidend:
Die Anbindung an eine Grundschule ist Voraussetzung für die Durchführung des Programms. Rucksack Schule wird nicht unabhängig von einer Schule angeboten.

Die Rolle der Eltern

Eltern sind ein zentraler Bestandteil des Programms.

Eltern als Bildungspartner

Eltern werden aktiv in die schulische und sprachliche Entwicklung ihrer Kinder einbezogen. Ihre Erfahrungen und Kenntnisse sind ausdrücklich erwünscht.

Familien- und Herkunftssprache

Die Eltern erhalten Anregungen, wie sie Unterrichtsthemen mit ihren Kindern in der Familien- beziehungsweise Herkunftssprache aufgreifen können.

Austausch

Die Elterngruppe bietet Raum für den Austausch über Unterricht, Schule, Erziehung und die Entwicklung der Kinder.

Wöchentliche Treffen:
Die Eltern treffen sich in der Regel einmal pro Woche. Die Treffen werden durch speziell geschulte Elternbegleitungen angeleitet.

Die Rolle der Schule

Rucksack Schule ist auch ein Schulentwicklungsprogramm.

Sprachsensibler Unterricht

Unterrichtsinhalte werden so aufgegriffen, dass fachliches Lernen und sprachliche Entwicklung miteinander verbunden werden.

Elternmitwirkung

Die Schule stärkt die Beteiligung der Eltern und baut eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Familien auf.

Mehrsprachigkeit

Die vorhandenen Sprachen und Kompetenzen der Kinder werden als Ressource für den Bildungsprozess berücksichtigt.

Kooperation

Die teilnehmende Grundschule arbeitet mit dem Kommunalen Integrationszentrum zusammen.

Mehrsprachigkeit als Stärke

Die verschiedenen Sprachen eines Kindes werden miteinander verbunden.

Deutsch lernen und Familiensprache stärken
Die Entwicklung der deutschen Bildungssprache wird mit der Förderung der Familien- und Herkunftssprache verbunden.
Sprachbewusstsein entwickeln
Kinder können Zusammenhänge zwischen ihren verschiedenen Sprachen entdecken.
Eltern aktiv einbeziehen
Familien erhalten konkrete Möglichkeiten, das schulische Lernen zu Hause zu begleiten.
Bildungschancen stärken
Die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus soll den Bildungserfolg der Kinder unterstützen.
Vielfalt wertschätzen
Unterschiedliche Sprachen, Erfahrungen und Kompetenzen werden als Ressource verstanden.
Schule öffnen
Das Programm unterstützt eine diversitätsbewusste Entwicklung der Schule.

Die Rucksack-Materialien

Die Materialien verbinden Unterricht und Familienaktivitäten.

Materialien passend zu den Unterrichtsthemen

Die Rucksack-Materialien knüpfen an die Inhalte des Klassenunterrichts an und geben Eltern konkrete Anregungen für gemeinsame Aktivitäten mit ihren Kindern.

Die Materialien wurden sprachsensibel entwickelt und berücksichtigen die Arbeit im Klassenunterricht, im Herkunftssprachlichen Unterricht und in den Elterngruppen.

Die Materialien umfassen unter anderem:

• Handreichungen
• Materialwegweiser für verschiedene Zielgruppen
• Materialpakete zu unterschiedlichen Themen
• Materialien für Elterngruppen und den HSU in verschiedenen Sprachen

Verbindung mit dem Herkunftssprachlichen Unterricht

Rucksack Schule kann Unterricht, HSU und Elternarbeit miteinander verbinden.

Deutsch, Herkunftssprache und Unterrichtsthema

Unterrichtsinhalte können im Klassenunterricht, im Herkunftssprachlichen Unterricht und in der Elterngruppe zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt werden.

Dadurch können Kinder Verbindungen zwischen ihren verschiedenen Sprachen herstellen und Inhalte aus mehreren sprachlichen Perspektiven bearbeiten.

„Rucksack Schule“ in Münster

Das Programm wird in Münster durch das Kommunale Integrationszentrum begleitet.

Kommunales Integrationszentrum Münster

In Münster wird Rucksack Schule durch das Kommunale Integrationszentrum Münster im Amt für Migration und Integration begleitet.

Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit teilnehmenden Grundschulen.

Welche Schulen aktuell teilnehmen, welche Jahrgänge eine Elterngruppe anbieten und wann die Treffen stattfinden, kann sich ändern.

Für Eltern:
Wenn Sie wissen möchten, ob die Grundschule Ihres Kindes aktuell am Programm „Rucksack Schule“ teilnimmt, fragen Sie direkt bei der Schule oder beim Kommunalen Integrationszentrum Münster nach.

Kontakt in Münster

Hier erhalten Familien und Schulen Informationen zum Programm und zur aktuellen Durchführung.

Kommunales Integrationszentrum Münster

Amt für Migration und Integration

Klemensstraße 10
48143 Münster

Zentrale: 0251 492-7081

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Ansprechpartnerin für „Rucksack Schule“:

Friederike Scheuermann
Kommunales Integrationszentrum Münster

0251 492-7063

Weitere Informationen im Münster-Kompass

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Kurz gesagt:
„Rucksack Schule“ verbindet sprachliche Bildung, Elternmitwirkung und schulisches Lernen. Kinder der ersten bis vierten Klasse können dabei ihre Deutschkenntnisse und ihre Mehrsprachigkeit weiterentwickeln. Eltern erhalten konkrete Unterstützung, um ihre Kinder beim Lernen zu begleiten. Voraussetzung ist die Anbindung an eine teilnehmende Grundschule.
Stand: September 2026

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